Buch & Spiel zum Verne-Projekt erschienen

Hervorgehoben

Cover Weltnetzwerke - WeltspieleHerzlich willkommen auf den Internetseiten des Jules-Verne-Projekts der Gruppe “Passepartout”. Nach der Vorabveröffentlichung von über 40 wissenschaftlichen Beiträgen zu Vernes Roman In 80 Tagen um die Welt von Oktober bis Dezember 2012 (vgl. den Einleitungstext sowie die Beitragsübersicht) hat im April 2013 das Projekt mit der Veröffentlichung des zugehörigen Buchs mit Brettspiel seinen Abschluss gefunden.

XLIV: Welt als Spiel. Syntaktik – Pragmatik – Semantik

von Andreas Mahler
Geoindex: London, Euston/Savile Row
zu Kapitel XXXVI/XXXVII des Romans (französisch/deutsch)

Die Welt ist Spiel. Sie ist Nachahmung, mimicry, mimetisches Begehren; sie ist Kräftemessen, Kampf, agôn; sie ist Rausch, Taumel, Schwindel, ilinx; sie ist Zufall, Kontingenz, Glück, alea (vgl. Caillois 1982, 18-46). Weiterlesen

XLIII: Gaslampen im Kopf: Die Explosion der Henrietta in der Theaterfassung von “In 80 Tagen um die Welt”

von Jörg Dünne
Geoindex: vor Liverpool

Wenn es zutrifft, dass Jules Vernes Romane nach dem Prinzip thermodynamischer Maschinen funktionieren, ist dieses Prinzip dann auch auf das Vernesche Theater übertragbar? Weiterlesen

XLII: À toute vapeur / prodigieusement voilé – die Selbstverzehrung der Henrietta

von Ulrike Sprenger
Geoindex: Atlantik
zu Kapitel XXXII des Romans (französisch/deutsch)

Als Phileas Fogg das Linienschiff verpasst, das ihn von New York zurück nach England bringen soll, scheint seine Erdumrundung ausgerechnet an der zeitgenössisch bereits viel befahrenen Transatlantik-Route zu scheitern: Wie immer ist ein Ersatzvehikel zwar schnell gefunden, aber der Kapitän des Schraubendampfers Henrietta erweist sich als wortkarger Kaufmann zur See, den zunächst weder Geld noch gute Worte dazu bewegen können, seine Route zu ändern oder Passagiere statt Fracht an Bord zu nehmen. Weiterlesen

XLI: Ekstatische Konnektivität. Auf dem Segelschlitten

von Jörg Dünne
Geoindex: von Fort Kearney bis Omaha
zu Kapitel XXXII des Romans (französisch/deutsch)

Nach der Rettung Passepartouts aus den Händen der Sioux-Indianer haben Phileas Fogg und seine Reisegruppe, wie ihm das zu Beginn des 31. Kapitel von Fix ausführlich vorgerechnet wird, ihren Zug verpasst und 20 Stunden Verspätung im Verhältnis zu den vorgesehenen Zugzeiten (ATW, Kap. 31, 254). Weiterlesen

XL: Verschleppt! Die Entführung Passepartouts als captivity narrative

von Sebastian Haak
Geoindex: Fort Kearney
zu Kapitel XXX des Romans (französisch/deutsch)

Mal wieder ist Passepartout plötzlich verschwunden. Zwar hat er mit seiner tollkühnen Hangelei an der Unterseite der Eisenbahnwagen die Reisegruppe vor den angreifenden Sioux gerettet. Doch diesen Wagemut bezahlt er mit einer Entführung durch die Indianer. Weiterlesen

XXXIX: Der Kannibalen-Zug

von Frank Lestringant
Geoindex: Plum Creek
zu Kapitel XXIX des Romans (französisch/deutsch)

Zu Beginn des dritten Teils von Les Enfants du Capitaine Grant (1867), der den Leser in das von menschenfressenden Maori bevölkerte Neuseeland führt, erörtert der Geograph Paganel die Ursachen des Kannibalismus. Dieses Kapitel „in welchem der Kannibalismus theoretisch behandelt wird“ (Verne 1867, Kap. 6), stellt folgende Hypothese auf: „Die Wilden haben damit begonnen, Menschenfleisch zu essen, um ihren nahezu grenzenlosen Appetit zu stillen; danach haben die Priester diese monströsen Angewohnheiten reglementiert und geheiligt. Auf diese Weise ist die Mahlzeit zur Zeremonie geworden“ (ebd., 478). Weiterlesen

XXXVIII: Omnibus auf gekrümmter Trasse. Die amerikanische Eisenbahn

von Wolfram Nitsch
Geoindex: Medicine Bow
zu Kapitel XXVIII des Romans (französisch/deutsch)

Die von Phileas Fogg in San Francisco bestiegene Eisenbahn wirkt in Jules Vernes Beschreibung keineswegs wie ein längst alltäglich gewordenes Verkehrsmittel, sondern fast genauso außergewöhnlich wie der Elefant, der Segelschlitten und andere sonderbare Vehikel, die der exzentrische Engländer während seiner Weltumrundung benutzt (vgl. Terrasse 1974, 312-314). Weiterlesen

XXXVII: Whist im Waggon

von Maria Imhof
Geoindex: Nach Ogden
zu Kapitel XXVIII des Romans (französisch/deutsch)

Phileas Fogg, der Gentleman auf Weltreise, ist ein Spieler. Natürlich kein gewöhnlicher Spieler oder gar ein Glücksspieler, der sich oder irgendetwas anderes dem Zufall überließe. Fogg ist Kartenspieler, genauer gesagt, Whistspieler, und somit dem Zufall nur insoweit ausgeliefert, dass er keine Kontrolle darüber hat, welche Karten er ausgeteilt bekommt. Weiterlesen

XXXVI: Bewegte Beobachter

von Kirsten Kramer
Geoindex: Pacific Railroad ab San Francisco
zu Kapitel XXVI des Romans (französisch/deutsch)

Die globale Erkundung der Welt erfolgt in In achtzig Tagen um die Welt nicht nur mittels der verkehrstechnisch gesteuerten Bewegung der Reisenden durch den terrestrischen Raum, sondern vollzieht sich zugleich über variierende Formen der Weltwahrnehmung und ‑beobachtung der beteiligten Protagonisten. Weiterlesen