XXXVI: Bewegte Beobachter

von Kirsten Kramer
Geoindex: Pacific Railroad ab San Francisco
zu Kapitel XXVI des Romans (französisch/deutsch)

Die globale Erkundung der Welt erfolgt in In achtzig Tagen um die Welt nicht nur mittels der verkehrstechnisch gesteuerten Bewegung der Reisenden durch den terrestrischen Raum, sondern vollzieht sich zugleich über variierende Formen der Weltwahrnehmung und ‑beobachtung der beteiligten Protagonisten. Weiterlesen

XXXIV: San Francisco: Das Ende der Frontier

von Hanjo Berressem
Geoindex: San Francisco

zu Kapitel XXV des Romans (französisch/deutsch)

Die Strecke von New York nach San Francisco, die Phileas Fogg auf seiner Reise in gegenläufiger Richtung zurücklegt, ist historisch eng mit der Erschließung und der Besiedlung Amerikas, d.h. mit der Bewegung der frontier verbunden, deren kulturhistorische Bedeutung der einflussreiche amerikanische Historiker Frederick Jackson Turner in seinem Vortrag „The Significance of the Frontier in American History“, 1893 vor der „American Historical Association“ in Chicago gehalten, erstmals hervorgehoben hat (Turner 1985): Weiterlesen

XXXI: In 80 Minuten um Berlin

von Sven Pötting
Geoindex: -

Die zivilisierte Menschheit, so erklärt der Geograph Carl Ritter 1852, sei im Begriff, sich von den Beschränkungen des Raums freizumachen und befinde sich an der Schwelle zum Zeitalter einer universellen planetarischen Kultur. Jules Verne nimmt 25 Jahre später das von Ritter vorausgesagte „Schrumpfen der Welt“ wörtlich und beschreibt es in dem Szenario zu einer seiner weniger bekannten phantastischen Geschichten mit einer gehörigen Portion Ironie: Weiterlesen

XXVI: Das Britische Empire

von Ulrike Lindner
Geoindex: – [Pazifik]
[zu Kapitel XXIV des Romans (französisch/deutsch)]

Die Reise des Phileas Fogg ist auch eine Geschichte des Britischen Empires während der letzten Dekaden des 19. Jahrhunderts. Ohne die weltweite ökonomische und strategische Dominanz sowie die Infrastruktur des Empires wären große Teile der Reise so nicht möglich gewesen. Weiterlesen

XXIII: Vom Reiseziel wider Willen zum Zentrum des Kulturtransfers: Shanghai zwischen “In 80 Tagen um die Welt” und “Die Leiden eines Chinesen in China”

von Thoralf Klein
Geoindex: Shanghai
zu Kapitel XX/XXI des Romans (französisch/deutsch)

Die noch junge Weltstadt Shanghai führt in In 80 Tagen um die Welt eine bloße Randexistenz. Phileas Fogg versucht sie mit einem gemieteten Segelschiff anzusteuern, nachdem er und seine Begleiterin Aouda durch eine Intrige des Detektivs Fix den Dampfer nach Yokohama verpasst haben. Weiterlesen

XVIII: Der Globus und das Klobige

von Robert Stockhammer
Geoindex: An Bord der Rangoon
zu Kapitel XVII des Romans (französisch/deutsch)

„[...] und falls es doch Zitterbewegungen gab, so wären sie komplizierter zu berechnen gewesen als jene auf dem Uranus, die zur Entdeckung des Neptun führten.“ (ATW, Kap. 17, 131f., Übers. modifiziert) Diese durchgeführte Metapher, die den Zweck zu haben behauptet, die von Mrs. Aoudas Charme nicht in Erschütterung versetzte Oberfläche des stoischen Engländers Phileas Fogg zu beschreiben, dient in Wahrheit der wissenschaftshistorischen Bildung des Lesers. Weiterlesen

VIII: Inspektor Fix

von Arndt Niebisch
Geoindex: Bombay

zu Kapitel X des Romans (französisch/deutsch)

Ohne dies direkt zu bemerken, trifft Phileas Fogg in Bombay auf die ersten ernstzunehmenden Schwierigkeiten bei seiner Reise. Allerdings haben diese Probleme nichts mit unterbrochenen Schienensträngen oder Verspätungen durch Stürme zu tun, sondern werden vom britischen Polizeiapparat verursacht, der ebenso global verschaltet ist wie der Weltreisende. Weiterlesen

IV: Zeitung

von Roman Lach
Geoindex: London
zu Kapitel V des Romans (französisch/deutsch)

Zeitungen (und die bekannten unappetitlichen englischen Mahlzeiten) rhythmisieren den Tagesablauf von Phileas Fogg. Zeitungen begleiten die globalen Projekte der verneschen Entdeckungsreisen, Mondflüge und Polkappenschmelzpläne. Weiterlesen