XLIV: Welt als Spiel. Syntaktik – Pragmatik – Semantik

von Andreas Mahler
Geoindex: London, Euston/Savile Row
zu Kapitel XXXVI/XXXVII des Romans (französisch/deutsch)

Die Welt ist Spiel. Sie ist Nachahmung, mimicry, mimetisches Begehren; sie ist Kräftemessen, Kampf, agôn; sie ist Rausch, Taumel, Schwindel, ilinx; sie ist Zufall, Kontingenz, Glück, alea (vgl. Caillois 1982, 18-46). Weiterlesen

XXXVII: Whist im Waggon

von Maria Imhof
Geoindex: Nach Ogden
zu Kapitel XXVIII des Romans (französisch/deutsch)

Phileas Fogg, der Gentleman auf Weltreise, ist ein Spieler. Natürlich kein gewöhnlicher Spieler oder gar ein Glücksspieler, der sich oder irgendetwas anderes dem Zufall überließe. Fogg ist Kartenspieler, genauer gesagt, Whistspieler, und somit dem Zufall nur insoweit ausgeliefert, dass er keine Kontrolle darüber hat, welche Karten er ausgeteilt bekommt. Weiterlesen

XXVIII: Reise um den Tag in 80 Welten

von Kirsten Kramer und Kirsten Mahlke
Geoindex: – [Pazifik]

Zwischen der Publikation des 1872 erschienenen In achtzig Tagen um die Welt und Julio Cortázars 1967 veröffentlichter literarischer Replik Reise um den Tag in achtzig Welten (La vuelta al día en ochenta mundos) liegen knapp hundert Jahre. Literaturgeschichtlich handelt es sich um eine relativ kurze Spanne, technik- und physikgeschichtlich eröffnet sich hingegen eine gigantische Kluft, Weiterlesen

II: Die Wette. “Une chose aussi sérieuse qu’un pari”

von Frauke Bode & Matei Chihaia
Geoindex: London, Pall Mall/Savile Row
zu Kapitel III des Romans (französisch/deutsch)

Die Wette im Zeitalter der technischen Programmierbarkeit

Unter den wenigen, geradezu abgezählten und unauffälligen Tätigkeiten des Phileas Fogg, der, wie es heißt, „[…] es als seine Pflicht zu betrachten schien, niemals durch irgendetwas aufzufallen.“ (ATW, Kap. 1, 5), erhält die Wette als Auslöser der Handlung besonderes Gewicht. Weiterlesen

0: Einleitung: Weltnetzwerke – Weltspiele – Welterzählungen

von Jörg Dünne und Kirsten Kramer

Jules Vernes In 80 Tagen um die Welt (Le Tour du monde en quatre-vingts jours) markiert mit seinem Erscheinungsdatum 1872 einen besonderen historischen Moment in der Geschichte der Reisen um die Welt, einen Moment zwischen der Faszination ihrer Machbarkeit und ihrer Normalisierung. Weiterlesen